Die Kw 3/2026 bringt erneut Berichte zur CENAP-Jahresstatistik sowie bereits eingegangene markante UFO-Meldungen aus dem neuen Jahr, die bekannte Phänomene zeigen. In den USA sollen gesetzliche Grundlagen für universitäre Forschungsprojekte gelegt werden. Das seit langem laufende SETI@home-Projekt zieht eine Bilanz aus über 20 Jahren, während aktuell die Atmosphären von Exoplaneten vermessen werden. In den USA sollen gesetzliche Grundlagen für universitäre Forschungsprojekte gelegt werden. Und es wird über die Ergebnisse einer internationalen Umfrage zum Thema Alien-Kontakt berichtet.

Rekordjahr 2025 (1.348 Meldungen) – Ursachen meist erklärbar
Ein dpa-basierter Beitrag wiederholt die Kernzahlen der UFO-Meldestelle CENAP: 1.348 Meldungen für 2025 und ein anhaltender Anstieg seit 2019. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf bekannten Ursachen: Helle Planeten und Sterne (Venus, Jupiter, Sirius), Meteore, Starlink-Satelliten, Raketenstufen‑Manöver/Treibstoffablass und verglühender Weltraumschrott. Zudem wird ein Trend zu Drohnenmeldungen hervorgehoben, auch bedingt durch erhöhte Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.
Quelle:
Stern
Bereits 24 neue UFO-Meldungen 2026 und SpaceX-Leuchterscheinung
Die UFO-Meldestelle des CENAP hat in diesem Jahr bereits 24 neue Meldungen erhalten, die u.a. auf Folienballons sowie Kameraeffekten (z. B. Insekten nahe der Linse) beruhen. Markant sind darunter Berichte von einem auffälligen Leuchten am Himmel, dessen Form an eine „Qualle“ erinnerte. Ursache ist der Wiedereintritt bzw. das Verhalten der zweiten Stufe einer SpaceX Falcon 9 genannt. Durch Rotation und Ausgasungen kann Treibstoff in großer Höhe verteilt werden, zu Eiskristallen gefrieren und in der Dämmerung Sonnenlicht stark reflektieren – genau dann wirken solche Phänomene besonders spektakulär. Der Fall ist ein Lehrbeispiel dafür, wie wichtig die Kombination aus Beobachtungsbericht, Himmelsgeometrie und Raumfahrtdaten ist, bevor „UFO“ als Restkategorie stehen bleibt.
Quellen:
Tagesschau | Sächsische.de | NN.de
New Jersey plant staatlich finanziertes UAP-Forschungszentrum (USA)
In den USA sollen im Bundesstaat New Jersey gesetzliche Grundlagen ein staatlich finanziertes UAP‑Forschungszentrum an einer öffentlichen Hochschule/Universität ermöglichen. Betont werden ein ziviler Rahmen, akademische Standards (inkl. Peer‑Review/Transparenzanspruch) und die Absicht, das Thema aus der rein militärischen Ecke herauszuführen. Ergänzend wird die Einbettung in weitere US‑Regelwerke (Berichtspflichten, Klassifizierung) angerissen. Inwieweit daraus tatsächlich Mittel für Projekte abgerufen werden, ist allerdings noch unklar. Es wird sich zeigen, zu welchen neuen Erkenntnissen derartige UAP-Forschungen führen, da die primäre Forschung in Form der wichtigen Einzelfalluntersuchung nach wie vor von der privaten Forschung abgedeckt wird.
Quelle:
Telepolis
SETI@home Bilanz: 100 Signal-Kandidaten aus ~12 Milliarden, Nachbeobachtung mit FAST
Der Artikel fasst die Auswertung von 21 Jahren SETI@home zusammen: Aus rund zwölf Milliarden auffälligen Radiosignal-Kandidaten wurden nach Störquellen-Abgleich und manueller Prüfung 100 Signale als besonders interessant übriggelassen. Diese werden nun mit dem FAST-Radioteleskop (500‑m-Schüssel) nachbeobachtet, jeweils mit definierten Beobachtungsfenstern, um Wiederholungen/Folgesignale zu prüfen. Gleichzeitig wird betont: Ein eindeutiges „WOW“-Signal wäre sofort international sichtbar – bislang gibt es keinen belastbaren Nachweis. Methodisch wichtig ist die Botschaft, dass Suchstrategien (lange Verweilzeiten, saubere Filter, gezieltes Targeting) die Trefferwahrscheinlichkeit stärker prägen als Einzelanekdoten.
Quelle:
Scinexx
Pandora vermisst Exoplaneten-Atmosphären – bessere Tests auf Lebensbedingungen
Der Deutschlandfunk ordnet das neue NASA‑Weltraumteleskop Pandora als Antwort auf ein bekanntes Defizit ein: Exoplaneten sind zwar massenhaft entdeckt, doch die Atmosphären – entscheidend für Aussagen über Habitabilität – sind oft unzureichend charakterisiert. Pandora soll systematisch Atmosphärensignaturen untersuchen und zugleich Eigenschaften der Wirtssterne erfassen, um Messartefakte durch Sternaktivität besser zu trennen. Das Stück bleibt dabei vorsichtig in der Interpretation: Es geht um Wahrscheinlichkeit, Modellvergleich und Messgrenzen – nicht um „Beweise“ für Leben. Für die UFO/UAP-Debatte ist das relevant, weil es die wissenschaftliche Suche nach außerirdischem Leben klar von UAP-Narrativen abgrenzt und auf überprüfbare Messprogramme fokussiert.
Quelle:
Deutschlandfunk
Umfrage zu Erstkontakt-Szenarien – hohe Zustimmung, aber auch Krisenreaktionen
BILD greift eine internationale Umfragestudie (ca. 6.500 Teilnehmende aus 88 Ländern) zu hypothetischen Erstkontakt-Szenarien auf. Berichtet wird u. a.: Viele erwarten grundsätzlich einen künftigen Kontakt; zugleich nehmen die erwarteten gesellschaftlichen Folgen zu, je „näher“ der Kontakt im Szenario kommt. Genannt werden auch Verhaltensabsichten im Krisenmodus (z. B. Vorräte kaufen, „sich in Sicherheit bringen“, Bargeld abheben). Die Darstellung ist explizit als nicht repräsentativ eingeordnet, aber als Stimmungsbild interessant: Sie zeigt, wie eng „Alien“-Themen in der Öffentlichkeit mit Risikovorstellungen, Sicherheit und kollektiven Reaktionen verknüpft werden – was wiederum mediale Dynamiken bei UAP-Meldungen beeinflussen kann.
Quelle:
Bild
